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Erasmus+ Besuch aus Tulln

Eine Woche lang über die Schulter schauen, mitmachen, nachfragen: Vom 2. bis 6. November 2026 waren Julia Richter und Tanja Roch von unserer Partnerschule, der Mittelschule Marc Aurel in Tulln an der Donau, im Rahmen eines Erasmus+-Job-Shadowings bei uns zu Gast.

Wer zu Besuch war

Julia Richter unterrichtet Biologie, Sport und Verbraucherbildung. Tanja Roch ist Lehrerin für Englisch und Geschichte, außerdem Bezirksbeauftragte für Dyskalkulie und Legasthenie und an ihrer Schule für Erasmus+ zuständig. Beide verbindet mit unserer Schule schon eine gewachsene Partnerschaft: Seit zwei Jahren stehen wir in engem Kontakt, und Nele Schleicher hat die Mittelschule Marc Aurel bereits selbst in Tulln besucht. Als Mentorin begleitete sie die beiden Kolleginnen durch die Woche und stellten das Besuchsprogramm zusammen.

Was Job-Shadowing bedeutet

Beim Job-Shadowing begleiten Lehrkräfte Kolleginnen und Kollegen an einer Schule im europäischen Ausland in ihrem Arbeitsalltag. Sie hospitieren im Unterricht, lernen andere Konzepte und Strukturen kennen und tauschen sich über Erfahrungen aus. Das Programm Erasmus+ fördert diese Lernaufenthalte, weil sie den Blick auf die eigene Arbeit weiten – auf beiden Seiten.

Eine Woche Eider Nordsee Schule

Julia Richter und Tanja Roch erlebten unsere Schule aus vielen Blickwinkeln. Sie hospitierten in verschiedenen Jahrgängen und Fächern und lernten unsere besonderen Lernformate kennen, etwa die SeGeL-Zeit, in der Schülerinnen und Schüler selbstständig an ihren Aufgaben arbeiten, und die Expeditionszeit. Besonders interessiert zeigten sie sich daran, wie wir mit unterschiedlichen Niveaustufen arbeiten und Lernende individuell begleiten. Damit sie auch über unsere Schule hinaus einen Eindruck von der Schullandschaft in der Region bekamen, hospitierten sie außerdem an der Wattn Meer School und am WHG. So konnten sie verschiedene Schulformen und pädagogische Ansätze miteinander vergleichen.

Neben dem Unterricht blieb Zeit für viele Gespräche im Kollegium: Wie organisieren wir Förderung? Wie sieht ein Schultag in Österreich aus? Was können wir voneinander übernehmen? Beispielsweise bot Tanja Rochs Expertise im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie spannende Anknüpfungspunkte für unsere eigene Förderarbeit.


Was bleibt

Der Besuch hat gezeigt, wie bereichernd der Blick von außen ist. Vieles, was für uns selbstverständlich ist, wird durch die Fragen der Gäste neu sichtbar – und umgekehrt nehmen wir Anregungen aus Tulln mit in unsere eigene Schulentwicklung.

Wie es weitergeht

Die Partnerschaft mit Tulln geht weiter: Vom 29. November bis 5. Dezember 2026 reist eine Schülergruppe der Eider Nordsee Schule mit Frau Parker und Frau Schleicher nach Österreich. Der Gegenbesuch der österreichischen Schülerinnen und Schüler ist für den 14. bis 19. Juni 2027 geplant.

Wir danken Julia Richter und Tanja Roch herzlich für ihren Besuch, ihre Offenheit und die vielen inspirierenden Gespräche – und freuen uns auf das Wiedersehen in Tulln!

Gefördert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union.