Bunte Vorhabenwoche: Eider-Nordsee-Schule startet mit verschiedenen Projekten in das neue Schuljahr

Bunte Vorhabenwoche: Eider-Nordsee-Schule startet mit verschiedenen Projekten in das neue Schuljahr

Ende des Schuljahres 2018/19 wurde, gemeinsam mit den Klassen und Klassenleitungen - aber auch mithilfe einiger Eltern, der Start in das Schuljahr 2019/20 geplant. Denn in diesem Jahr sollte das Schuljahr mit einer Vorhabenwoche starten. Das „Motto“ dieser Woche hieß ENGAGEMENT, welches von den Schülerinnen und Schülern in Hennstedt und Wesselburen mit Begeisterung angenommen wurde – es sprudelte nur so an Ideen.

Es kamen viele verschiedene und tolle Projekte für die Woche zusammen. Während der gesamten Woche war zu beobachten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Kompetenzen weiter entwickelten und ausbauten, sondern auch neue Kompetenzen oder Talente entdeckten, aber auch die Klasse an sich als Gemeinschaft schnell und eng zusammenrückte.

Bei den am Dienstag vier eingeschulten 5. Klassen stand die Woche das Kennenlernen und Methodentraining im Vordergrund.

Es wurde „Mit Kopf, Herz und Hand“ nachhaltig und mit viel Engagement in der ersten Schulwoche gearbeitet. Es fanden Projekte wie „Wir engagieren uns für unsere Nationalparkschule“, „Tiere in Not“, „Gemeinsam Klasse sein“, „Deutschland – andere Länder und andere Sprachen“, „Wohlfühlbeet für unsere Bienen“, „Lass` dir dein Plastik schmecken…oder tu etwas dagegen!“, „Gesundes Frühstück“ und „Vier Tage – vier Länder“ und noch vieles mehr statt…aber lesen Sie selbst:

Die 6a engagierte sich für den Nationalpark. Sie informierten sich über das Wattenmeer und dessen Lebensraum. In der Schule soll eine Nationalparkecke, welche über das Wattenmeer und die Aktionen als Nationalparkschule informiert, entstehen. Die 6. Klasse machte mit einigen Plakaten den Anfang und zeigte ihre kreative Seite. Am Donnerstag fuhren sie zusammen mit Frau Wittenberg und Herrn Greve in das Mutimar Wattforum und erhielten eine Führung mit verschiedenen Arbeitsaufträgen im Gebäude. Am Freitag präsentierten sie ihre Ergebnisse aus der Woche.

Die 6b studierte auf eigenen Wunsch ein Theaterstück zum Thema „Mobbing“ ein. Vier Tage lang wurde zusammen mit den zwei Lehrkräften Frau Diener-Paulsen und Frau Hansen fleißig geprobt und der Text einstudiert. Am Freitag gab es dann die Premiere des Theaterstücks „Hilferuf aus dem Märchenland“ vor der gesamten Schule, Eltern und Viertklässlern. Die Arbeit hat sich gelohnt und die Klasse bekam als Anerkennung einen großen Applaus.

Die 6d entschied sich für das Projekt „Deutschland – andere Länder und andere Sprachen“ und präsentierte ihre Ergebnisse aus der Woche am Freitag.

Die 7a zeigte ihre kreativen Fähigkeiten. Mit Herrn Giewat wurden für den Weihnachtsbasar Vogelhäuser produziert, was ihnen eine große Freude bereitete. Mit Herrn Afzal wurden Gruselverliese aus Schuhkartons gebaut und am Freitag aufgestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich Gedanken über einen Raum machen, indem sie das Thema Grusel und Dinge, die sie beschäftigen und Angst machen, sichtbar machen – ohne großartig darüber zu sprechen. Sie waren kaum zu stoppen bei der Arbeit, da es so eine Eigendynamik entwickelte. Mit Frau Theurer wurde ein Sketch eingeübt, welcher ebenfalls am Freitag Premiere unter großem Applaus vor der gesamten Schule fand.

Die 7b war Dienstag bis Freitag mit Frau Fuhlbohm und Frau Halbe auf dem Hof bei Familie Nagel und bastelten Strohfiguren, welche auf dem Weihnachtsbasar in Wesselburen verkauft werden. Mit großem Eifer und viel Freude sind viele verschiedene Figuren entstanden. Der Gewinn vom Verkauf im November wird an ein Tierheim gespendet.

Bei der 7d und 7e stand das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ an.

Die 8a erkundete während dieser Woche verschiedene Betriebe. Diese hatten sie bereits vor den Sommerferien ausgewählt. Sie vereinbarten eigenständig Termine und bereiteten kleine Fragenkataloge vor. Auch die Hin- und Rückfahrt organisierten sie selbstständig. Nach den Besuchen erstellten sie Infoplakate zu den Betrieben und Berufen und präsentierten diese am Freitag. Folgende Betriebe wurden erkundet: Edeka Voigt, Kfz- Werkstatt Wulf von Buch, Kfz-Werkstatt Motorrad Jensen, Multimar, Amt Büsum-Wesselburen, WKK und Nord-Ostsee-Automobile Center Heide.

Die 8b fuhr mit mehreren Fahrgemeinschaften zum Eidersperrwerk. Dort wurden sie von einem Mitarbeiter über den Bau und die Geschichte des Eidersperrwerks informiert. Anschließend nahmen sie an einer Eiderfahrt vom Wesselburenerkoog nach Tönning und zurück teil. Am Mittwoch und Donnerstag erstellten die Schülerinnen und Schüler der Klasse verschiedene Power Point Präsentationen über ihren Ausflug zum Eidersperrwerk und präsentierten diese am Freitag.

Bei der 8d stand die Berufsorientierung im Vordergrund und es wurden Lebensläufe am Laptop erstellt.

Die 8e beschäftigte sich mit dem selbst ausgewählten Thema "Tiere in Not". Die Schülerinnen und Schüler bildeten Arbeitsgruppen, in denen sie sich gezielt mit den Themen "Tiere im Ausland/Stierkampf", "Haustiere in Not/falscher Umgang mit Haustieren", "Massentierhaltung", "Versuchstiere für Tierversuche" und "Tierheime" auseinander setzten. Mitte der Woche besuchte die Klasse im Rahmen einer Exkursion das Tierheim Tensbüttel und setzte sich dort intensiv mit dem Thema "Tiere im Tierheim" und den individuellen Tiergeschichten auseinander. Innerhalb der Woche wurden Präsentationen mit den I-Pads erstellt, die am letzten Tag der Woche vorgestellt wurden. Darüber hinaus wurden Spenden für das Tierheim Tensbüttel gesammelt. 

Im Rahmen eines weiteren Projekttages im September wird die Klasse 8e für den Schulstandort Hennstedt eine Pfandbox für Pfandflaschen bauen und gestalten. Der monatliche Erlös soll durch die so gesammelten Pfandflaschen dem Tierheim Tensbüttel zugute kommen.

Die 9a war an vielen Tagen sportlich unterwegs und nutzte die Tage, um auch die neuen Schülerinnen und Schüler der Klasse, direkt in die Klassengemeinschaft zu integrieren. So waren sie mit Herrn Schlotfeldt u.a. einen Tag beim Bogenschießen in Lohe-Rickelshof und am Donnerstag ging es mit Fahrrad von Wesselburen nach Heide in die Wasserwelt.

Die 9b hatte sich den Umweltschutz in Form von verschiedenen Aktionen als Projekt ausgesucht und zu ihren Aktivitäten folgenden Artikel geschrieben:

Lass´ dir dein Plastik schmecken!

…oder tu etwas dagegen!

  • Eine LKW-Ladung Müll landet jede Minute im Meer! Wenn das so weiter geht, gibt es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Meer!
  • Der Müll ist ein Problem für die Tiere im Meer: Sie verfangen sich im Müll oder fressen ihn!
  • Fast jeder Meeresvogel hat Plastik im Magen! Teilweise so viel, dass er bei vollem Magen verhungert!
  • Im Müll sind viele Schadstoffe, die giftig sind!
  • Über die Nahrungskette gelangt der Müll bei uns auf den Teller!
  • Mikroplastik kann von vielen Kläranlagen nicht herausgefiltert werden und landet so in unserem Trinkwasser!
  • Plastik ist sehr langlebig und kann oft nicht wiederverwertet werden!
  • Deutschland gehört zu den größten Müllproduzenten in der EU!
  • Mikroplastik befindet sich unter anderem in unseren Kosmetikprodukten oder in der Kleidung!

Mit diesen harten Fakten beschäftigte sich die 9b während der Vorhabenwoche. Aufhänger war die NDR-Reportage „Plastik in jeder Welle“, die das Thema „Müll im Meer“ sehr anschaulich auf den Punkt bringt.

Als Expertin war am Dienstag Frau Schollenberger vom Nationalparkamt in der Schule und wir gingen den Müllquellen auf den Grund. In einem großen Sack mit Müll, der am Stand von St.-Peter-Ording gesammelt wurde, fanden die Schülerinnen und Schüler vor allem Müll von Schiffen, aus der Fischerei (Netzereste) und dem Tourismus. Aus Kosmetikprodukten wurden kleine Plastikteile (Mikroplastik) gefiltert. Beim Supermarkt REWE in Wesselburen untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Inhaltsstoffe von verschiedenen Kosmetikprodukten auf Mikroplastik.

Am Mittwoch ging es zum Recyclinghof der AWD (Abfallwirtschaft Dithmarschen) nach Bargenstedt. Ein Großteil des Dithmarscher Mülls landet hier zur Weiterverarbeitung. Frau Hansen führte uns zunächst im Containerbereich herum, wo jeder Dithmarscher Bürger seinen Müll abgeben kann. Er wird streng getrennt, damit eine Wiederverwertung möglich ist. Aus alten CDs zum Beispiel werden Gartenmöbel oder Zaunpfähle hergestellt. Im unteren Bereich des Recyclinghofs wird der Müll verarbeitet, der aus Tonnen und gelben Säcken oder von Baustellen dort ankommt. Der Biomüll wird von Hand nachsortiert um dann in einer großen Halle kompostiert zu werden. Nach 13 Wochen kommt feine Komposterde heraus, die dort wieder verkauft wird. Bauschutt wird zerkleinert und sortiert um zum Beispiel im Straßenbau wieder eingesetzt werden zu können. Regulärer Müll (Restmüll) der nicht weiterverarbeitet werden kann, wird verbrannt, um daraus Energie zu gewinnen.

Bei einer Rallye lösten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Aufgaben zum Kompostieren, zur Mülltrennung und Müllzersetzung und zu Müllkreisläufen und Recycling.

Nach all diesen Erfahrungen war klar: Müllvermeidung ist wichtig und die einzige Möglichkeit die Situation zu verbessern. Dafür kann jeder von uns etwas tun:

  • Produkte ohne oder mit möglichst wenig Verpackung kaufen,
  • Mehrwegverpackungen nutzen, den Müll ordentlich entsorgen und trennen,
  • Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik konsumieren,
  • eigenes Obst und Gemüse anbauen,
  • auf Recyclingpapier („Blauer Engel“) schreiben,
  • alte Sachen wiederverwerten (Upcycling) usw.

Auch Aktionen zum Müllsammeln, der Einsatz bei Umweltorganisationen oder Spenden und politisches Engagement für entsprechende Gesetze können helfen die Müllsituation zu verbessern.

Um das erworbene Wissen weiterzugeben und an unserer Schule etwas zu verändern, wurden am Donnerstag Plakate entworfen, Spiele hergestellt, Upcyclingprodukte gebastelt, ein Hochbeet gebaut und Fotos bearbeitet.

Am Freitag wurden die Ergebnisse präsentiert. Wir hoffen, dass wir mit unserer Ausstellung möglichst viele Menschen dazu bewegen ab jetzt bewusster einkaufen zu gehen und ihren Müll ordentlich zu entsorgen. Denn jeder von uns kann etwas tun, um Müll zu vermeiden und die Situation zu verbessern.

Seit dem Schuljahr 2018/19 lebt in Wesselburen ein Bienenvolk. Damit diese auch bei uns bleiben und genügend Futter finden, hat die 9c zusammen mit Herrn Damm vor den Bienenstöcken eine bienenfreundliche Blumenwiese angelegt. Damit sie nicht zerstört wird, haben sie als Abgrenzung einen Holzzaun um die neu angelegte Wiese gebaut.

Die 9e engagierte sich in vielen verschiedenen Projekten. Einige beschäftigten sich mit Upcycling mit Jeans und produzierten neue Stücke. Andere aus der Klasse bauten zusammen mit Herrn Moll „Handy-Parkplätze“ – Handyhalter für Klausuren mit Abgabepflicht. Gemeinsam mit der 8e zeigte die 9e und Frau Rimmek-Peters Engagement für das Tierheim. Sie besuchten das Tierheim Tensbüttel, was ihnen allen super gefallen hat. Am Freitag stellten sie eine Cocktailstraße her – natürlich alkoholfrei – und verkaufte ca. 220 Cocktails für je 50 Cent. Gleichzeitig klapperten die verplombten Spendendosen…das Ergebnis ist noch nicht bekannt. Auch zwei Kisten mit Tierfutter stehen für die Übergabe bereit. Die Klasse ist auf die Gesamtsumme, welche sie dem Tierheim übergeben kann, gespannt. Zugleich engagierte sich die 9e mit Frau Jessen für „ein sauberes Hennstedt“ und sammelten einen Vormittag lang Müll im Ort. Das Ergebnis der Müllaktion lag zur Anschauung auf dem Schulhof.

Die 10a bereitete jeden Tag ein gesundes Frühstück mit belegten Brötchen, Obstspießen, Obstsalat und Joghurt mit Müsli und frischem Obst zu. In der ersten großen Pause verkauften sie es an die Schülerinnen, Schüler und das Lehrerkollegium der Schule, damit sie alle gut und gesund in den Tag starten konnten. Am Einschulungstag der neuen 5. Klassen übernahm die Klasse ebenfalls das Catering für die Eltern und Geschwister. Es stand neben Brötchen, Obstspieße und Obstsalat Kaffee bereit. Auch für die neuen Fünftklässler lagen frisch zubereitete Obstspieße in ihrem neuen Klassenraum zur kleinen Stärkung an ihrem ersten Schultag an der Eider-Nordsee-Schule.

Die Klasse 10d hat sich in der Projektwoche mit Gerichten aus verschiedenen Ländern bzw. Kontinenten beschäftigt. Als Erstes teilte sich die Klasse in etwa drei gleich große Gruppen auf. In den Gruppen wurde entschieden, zu welchem Land täglich ein typisches Gericht „gekocht“ und anschließend in den Pausen verkauft wird. Gruppe 1 hat beschlossen, italienische Gerichte (Tomate-Mozzarella und Bruschetta) anzubieten. Gruppe 2 hat Crêpes, also ein französisches Gericht angeboten. Gruppe 3 hat amerikanische Sandwiches verkauft. Nach dem Verkauf der drei Gerichte wurde in allen Klassen eine Umfrage durchgeführt, welches Gericht am besten angekommen ist. Es hat sich herausgestellt, dass die Crêpes am beliebtesten waren. Aus diesem Grund wurden die Crêpes am Freitag ein weiteres Mal verkauft. Das Projekt der 10d hat allen viel Spaß gemacht und man konnte viel lernen, da Frau Hahn viele Freiheiten zugelassen hat. So musste z.B. selber eingekauft werden und sich eigenständig um die Mengen kümmern.

Die DaZ-Klasse hatte Unterstützung von einer Regisseurin, einer Tanz- und einer Musiklehrerin aus Heide, welche zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der DaZ-Klasse einen Film drehten. Es wurde ein Tanzfilm gedreht, in dem es um Freundschaft ging, was nur mit Tanz und Musik dargestellt wurde. Bei der Choreographie und der Musik halfen ihnen die Dozenten. Für den Ton und das Bild waren die Schülerinnen und Schüler selber zuständig. Beim Schnitt wird ihnen später geholfen. Den fertigen Film präsentierte die Klasse am Freitag. Ein großer Erfolg, welcher mit sehr viel Applaus honoriert wurde.

Am Freitag wurden die Türen an beiden Standorten geöffnet und die Schülerinnen und Schüler präsentierten mit Stolz, was sie in der Woche einstudiert, produziert und erarbeitet haben. Auch einige Eltern und die Viertklässler nahmen die Einladung an und kamen vorbei und schauten sich die Ergebnisse und Vorführungen an.

Das Talentprofil Darstellen und Gestalten (Jhg. 6) eröffnete mit der einstudierten Choreographie zu „I want it that way“ von den Backstreet Boys den Präsentationstag.


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