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Zeichen gegen Rassismus

Mit viel Kreativität, Engagement und einer klaren Haltung haben Kinder und Jugendliche beim Kunstwettbewerb der Stadtbibliothek Wesselburen in Kooperation mit der Eider-Nordsee-Schule ein starkes Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Unter dem Motto „Wir stehen auf – wir sehen hin – wir lassen niemanden allein“ beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Themen wie Ausgrenzung, Vorurteilen, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Der Wettbewerb entstand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am Hebbelcampus und knüpft zugleich an die Werte des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an, für das sich die Eider-Nordsee-Schule aktiv einsetzt. Ziel war es, Haltung sichtbar zu machen und Schülerinnen und Schüler dazu zu ermutigen, sich mit gesellschaftlich wichtigen Themen auseinanderzusetzen und Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen.

Die eingereichten Beiträge zeigten auf beeindruckende Weise, wie intensiv sich bereits junge Menschen mit Fragen von Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Zusammenleben beschäftigen. Viele Arbeiten griffen persönliche Erfahrungen, Wünsche und Gedanken auf und machten deutlich, wie wichtig Offenheit, Respekt und gegenseitige Unterstützung im Schulalltag und darüber hinaus sind. Besonders überzeugen konnten drei Lernende aus der DaZ-(Deutsch als Zweitsprache)-Klasse: Veronika Tkachuk, Vadim Zhyzov und Alisa Tarasova aus der Ukraine. Mit großer Ernsthaftigkeit und viel Kreativität näherten sie sich dem Thema Rassismus und entwickelten eigenständig beeindruckende Beiträge. Zu den prämierten Arbeiten gehörte unter anderem das selbst entwickelte Lernspiel „Fakt oder Mythos?“, das sich kritisch mit Vorurteilen und Fehlinformationen über Menschen und Herkunft auseinandersetzt. Ziel des Spiels ist es, Aussagen zu hinterfragen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Außerdem entstand eine eindrucksvolle Zeichnung der Justitia mit der Botschaft „Stop Racism“. Die Arbeit steht symbolisch für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und den Wunsch nach einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben. Die Beiträge machten deutlich, dass kreative Projekte jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Gedanken sichtbar zu machen und Haltung zu zeigen.

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Lehrerin Elena Philipp-Burova, die die Jugendlichen zur Teilnahme motivierte und ihnen Raum gab, ihre Ideen eigenständig zu entwickeln. Gerade für junge Menschen mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung sind Themen wie Vorurteile und Ausgrenzung häufig Teil ihrer Lebensrealität. Umso wichtiger ist es, ihnen Gehör zu verschaffen und Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung zu bieten. Auch Schulleiter Thorsten Rode zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und von der Intensität der Beiträge. Der Wettbewerb habe gezeigt, wie wichtig Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für die schulische Arbeit seien. Sie schaffen Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen und stärken zugleich das Bewusstsein dafür, dass jede und jeder Verantwortung für ein respektvolles Miteinander trägt.

Die ausgezeichneten Jugendlichen freuten sich sehr über die Anerkennung ihrer Arbeiten. Der Wettbewerb machte deutlich, wie wichtig es ist, gemeinsam Haltung gegen Rassismus zu zeigen und sich aktiv für Vielfalt, Respekt und Courage einzusetzen