Am 17. März 2026 durfte die Eider-Nordsee-Schule im Rahmen unserer Aktionswoche „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ einen besonderen Gast begrüßen: Lukas Beck. Als Polizist und politisch engagierter Mensch sprach er mit unseren Schülerinnen und Schülern über Erfahrungen mit Diskriminierung, gesellschaftliche Entwicklungen und die Bedeutung von Engagement. Das Interview wurde von einem Schülerteam vorbereitet und durchgeführt. An dem Gespräch nahmen die Jahrgänge 7 bis 10 teil.
Im Mittelpunkt standen dabei zentrale Fragen: Wo begegnet Diskriminierung im Alltag? Wie verändert sich unsere Gesellschaft? Und welche Verantwortung tragen wir alle gemeinsam?


Lukas Beck mit unserem Interviewteam: Lenn Werwoll, Elias Kühl, Isabell Schillmann, Ava Babajanzadeh, Teofana Bisca, Amon Reinhardt und Lucia Pirvu
In seinen Antworten machte Lukas Beck deutlich, dass Diskriminierung in vielen Lebensbereichen präsent ist. Gleichzeitig betonte er, dass der Umgang damit sowohl persönliche Stärke als auch ein klares gesellschaftliches Bewusstsein erfordert. Wichtig sei vor allem, nicht wegzusehen und Betroffene zu unterstützen. Besonders klar wurde das große Interesse der Schülerinnen und Schüler am Polizeiberuf: Immer wieder stellten sie Nachfragen zu seinem Arbeitsalltag, zu Herausforderungen im Beruf und zu persönlichen Erfahrungen im Einsatz. Auch die Frage nach aktuellen Entwicklungen wurde aufgegriffen. Dabei wurde deutlich, dass gesellschaftliche Veränderungen und insbesondere digitale Medien Einfluss darauf haben, wie Menschen miteinander umgehen. Umso wichtiger sei es, dass Schulen Räume für Austausch, Aufklärung und Wertebildung bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf persönlichen Erfahrungen und der Schulzeit. Hier wurde allgemein herausgestellt, wie prägend Schule als Ort des Miteinanders ist – und wie wichtig es ist, dass Schülerinnen und Schüler sich angenommen und unterstützt fühlen. Interessant war auch der Perspektivwechsel im Gespräch: Lukas Beck richtete selbst eine Frage an die Schülerinnen und Schüler und wollte wissen, wie sie die Internationale Woche gegen Rassismus erleben. Die Antworten machten deutlich, dass solche Aktionen eine große Bedeutung haben. Die Schülerinnen und Schüler betonten, dass das Thema dadurch noch einmal klar in den Vordergrund rückt. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass eine Schule ohne Rassismus mehr sein muss als ein Titel oder ein Schild – vielmehr gehe es darum, diese Haltung im Alltag sichtbar zu leben.
Im Gespräch über politisches Engagement wurde deutlich, dass Beteiligung und Mitgestaltung eine zentrale Rolle in einer demokratischen Gesellschaft spielen. Junge Menschen wurden ermutigt, ihre Meinungen zu äußern und Verantwortung zu übernehmen.
Das Interview war geprägt von Offenheit und gegenseitigem Respekt. Es hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch ist und wie sehr persönliche Begegnungen zum Nachdenken anregen können. Wir danken Lukas Beck herzlich für seinen Besuch und seinen Beitrag zu unserer Aktionswoche und Susanne Rickers von der Stadtbücherei Wesselburen für die Organisation.

Susanne Rickers begrüßt die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7-10 in der Aula der Eider-Nordsee-Schule in Wesselburen..