Die Eider-Nordsee-Schule ist Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Gemeinsam mit der Watt’n Meer School und der Grundschule Hennstedt möchten wir damit ein klares Zeichen für Respekt, Vielfalt und ein couragiertes Miteinander im Schulalltag setzen. An Hebbel Campus in Wesselburen steht bereits die feierliche Aufnahme an. Der Standort Hennstedt macht sich gleichzeitig auf diesen Weg und arbeitet daran, ebenfalls Teil des Netzwerks zu werden. Damit setzen mehrere Schulstandorte der Eider-Nordsee-Schule gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles Zusammenleben.
Das Netzwerk verbindet bundesweit tausende Schulen, die sich aktiv gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende verpflichten sich dabei, sich dauerhaft mit Themen wie Vielfalt, Menschenrechten und demokratischem Zusammenleben auseinanderzusetzen und bei Diskriminierung nicht wegzusehen.


Die Initiativgruppe der Eider-Nordsee-Schule und das Schülerparlament der Watt´n Meer School hat die Aktionen mit viel Liebe vorbereitet.
Aktionswoche im März 2026
Rund um die Aufnahme in das Netzwerk findet an beiden Schulen eine Aktionswoche vom 16. bis 20. März statt. In verschiedenen Projekten, Workshops und kreativen Aktionen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Rassismus, Vielfalt und Zivilcourage. Ein besonderer Höhepunkt ist eine Menschenkette am 17. März, bei der die gesamte Schulgemeinschaft gemeinsam mit der Watt´n Meer School und der Kita Tausendfüßler ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und für Zusammenhalt setzen möchte.
Themen wie Ausgrenzung, Diskriminierung und ein respektvolles Miteinander sind an der Eider-Nordsee-Schule schon lange Teil des Unterrichts. Besonders in den KLU-Stunden, im Weltkunde- und im WiPo-Unterricht setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig mit Fragen von Vielfalt, Demokratie und Zusammenhalt auseinander. Mit der Aufnahme in das Netzwerk möchten wir diese Haltung noch sichtbarer machen und stärker im Schulalltag verankern. Ziel ist es, das Thema Ausgrenzung bewusst im Gedächtnis zu halten, darüber zu sprechen und gemeinsam Wege zu finden, wie wir als Schulgemeinschaft für Respekt, Offenheit und Zivilcourage eintreten können.
Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist für uns daher kein einmaliges Projekt, sondern ein gemeinsames Versprechen der gesamten Schulgemeinschaft: hinzuschauen, Haltung zu zeigen und niemanden allein zu lassen. Zwei Beispiele aus dem musisch-künstlerischen Bereich zeigen beispielhaft diese Haltung :
Film- und Theaterprojekt des 5. Jahrgangs
Im Rahmen der Projektzeit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs im Fach Darstellendes Spiel mit eigenen Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zum Thema Rassismus und Ausgrenzung. In kleinen Szenen, Bewegungsbildern und kurzen Filmsequenzen setzten sie sich damit auseinander, wie sich Menschen fühlen, wenn sie ausgeschlossen werden – und welche Bedeutung Mut und Zusammenhalt im Alltag haben können. Die Ergebnisse zeigen auf eindrucksvolle Weise die Wünsche der Kinder nach einer Schule, in der Respekt und Freundlichkeit selbstverständlich sind.
Kunstprojekt der Klasse 7a – Arbeiten mit dem Courage-Logo
Auch die Klasse 7a setzte sich künstlerisch mit dem Thema auseinander. Ausgangspunkt war das bekannte Logo der Initiative. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten eigene künstlerische Interpretationen rund um das Symbol und verbanden es mit ihren Vorstellungen von Vielfalt, Mut und Zivilcourage. Dabei entstanden farbige und sehr unterschiedliche Arbeiten, die zeigen, wie wichtig ein klares Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander ist.



Im Gespräch mit Lukas Beck: Haltung zeigen gegen Rassismus
Am 17. März 2026 begrüßte die Eider-Nordsee-Schule im Rahmen der Aktionswoche „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Kooperation mit der Stadtbücherei Wesselburen den Polizisten und politisch engagierten Lukas Beck. Im Austausch mit den Jahrgängen 7 bis 10 sprach er über Diskriminierung, gesellschaftliche Entwicklungen und die Bedeutung von Zivilcourage. Das von Schülerinnen und Schülern geführte Interview zeigte: Diskriminierung ist im Alltag präsent – umso wichtiger ist es, hinzusehen, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Besonders groß war das Interesse am Polizeiberuf, zu dem viele Nachfragen gestellt wurden. In einer Gegenfrage betonten die Schülerinnen und Schüler, dass die Aktionswoche das Thema klar in den Fokus rückt – eine Schule ohne Rassismus müsse jedoch mehr sein als ein Titel: Sie muss im Alltag gelebt werden. Ein offenes, respektvolles Gespräch, das zum Nachdenken anregte und Mut zur Mitgestaltung machte.



Menschenkette als starkes Zeichen
Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus bildeten die Bildungseinrichtungen des Hebbel-Campus am 17. März 2026 eine große Menschenkette rund um die Watt’n Meer School. Rund 500 Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus Kitas und Schulen setzten damit gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und demokratische Werte.
Unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Wesselburen, die die Aktion mit Drohne und Sirene begleitete, wurde die Menschenkette auch aus der Vogelperspektive eindrucksvoll festgehalten. Ein starkes Beispiel für gelungene Zusammenarbeit in der Bildungsregion.


Feierliche Aufnahme am 20. März
Im Rahmen der Aktionswoche „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ versammelten sich am 20. März 2026 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie zahlreiche Gäste am Hebbel-Campus der Eider-Nordsee-Schule in Wesselburen. Gemeinsam mit der Watt’n Meer School setzten sie ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein demokratisches Miteinander. Die feierliche Aufnahme in das Netzwerk bildete dabei den emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung.
Ein vielfältiges, von den Lernenden gestaltetes Programm prägte den Tag. Besonders die Beiträge des 5. Jahrgangs beeindruckten mit filmischen und performativen Auseinandersetzungen zum Thema Rassismus und machten deutlich, wie präsent Ausgrenzung im Alltag ist – und wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen. Auch die Schülervertretungen beider Schulen brachten ihre Perspektiven ein und betonten die Bedeutung von Respekt, Verantwortung und Zivilcourage für ein gelingendes Miteinander.
Ein bewegender Moment entstand durch einen künstlerischen Beitrag zweier Lernender, der kritische Stimmen ihrer Generation sichtbar machte und zum Nachdenken anregte. Die Schulleitungen griffen diesen Impuls auf und unterstrichen die zentrale Rolle von Mut – Mut, hinzuschauen, sich einzumischen und Verantwortung zu übernehmen.
Ein besonderes Highlight war das Interview mit Freshtorge, der als Pate persönliche Einblicke in seine eigene Schulzeit gab und die Schülerinnen und Schüler ermutigte, klar Position gegen Ausgrenzung zu beziehen. Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde durch die Regionalkoordinatorin Frau Müller-Helfrich wurde die Aufnahme in das Netzwerk offiziell besiegelt – ein bedeutender Meilenstein für beide Schulen.
Den Abschluss bildete eine stimmungsvolle Menschenkette, begleitet vom Song „Imagine“, die die Botschaft des Tages eindrucksvoll sichtbar machte: Schule ist ein Ort der Vielfalt, des Zusammenhalts und der gelebten Verantwortung.






Aktion in Hennstedt
Auch am Standort Hennstedt wird das Thema aktiv aufgegriffen: Am 25. März findet dort eine gemeinsame Schulversammlung mit der Grundschule Hennstedt statt. Schülerinnen und Schüler beider Schulen setzen dabei gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander.
Mit dem Weg in das Netzwerk verbinden die Schulen den Anspruch, Vielfalt aktiv zu leben und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten – nicht nur an Aktionstagen, sondern dauerhaft im Schulalltag. Schülerinnen und Schüler sollen darin bestärkt werden, hinzusehen, Haltung zu zeigen und sich für andere einzusetzen.