Konfliktlotsen

Seit dem Schuljahr 2014/2015 werden an der Friedrich-Hebbel-Schule Konfliktlotsen ausgebildet.

Schülerinnen und Schüler ab dem 9.Schuljahr können sich im Rahmen eines Wahlpflichtunterrichts zum Konfliktlotsen ausbilden lassen. Die Streitschlichtung ist ein Verfahren zur gewaltfreien Konfliktlösung zwischen Schülern und Schülerinnen mit dem Ziel, eine gemeinsame, einvernehmliche Lösung zwischen den Streitenden zu finden. Der Mediationsprozess erfolgt dabei in drei klar strukturierten Phasen:

1. Einstiegsphase (Definition des Konflikts)
2. Klärungsphase (Erhellung des Konflikts, Sammlung möglicher Lösungen)
3. Ausstiegsphase (Vereinbarung einer Regelung zwischen den Streitenden, Bewertung des Lernerfolgs einige Zeit später)

In der Schule befindet sich ein Konfliktlotsenbüro, welches in den Pausen geöffnet ist.

So sind sowohl im Büro als auch auf dem Schulhof Konfliktlotsen für die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Hebbel-Schule präsent, so dass sie jederzeit die Möglichkeit haben, die Lotsen anzusprechen und ihre Probleme oder Streitereien mit den Konfliktlotsen statt mit den Lehrkräften zu klären und zu beseitigen. Denn wenn es um Konflikte unter Jugendlichen geht, hat sich eine Schlichtung auf Augenhöhe bewährt. Eine von Konfliktlotsen durchgeführte Mediation ist meist wirksamer, als wenn Erwachsene zu früh eingreifen. Somit leistet die Konfliktlotsenarbeit auch ihren Beitrag zum friedlichen Miteinander an unserer Schule.

Während der Ausbildung zum Konfliktlotsen erlangen die Schülerinnen und Schüler soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten in folgenden Bereichen:

  • Moderationsgesprächsführung
  • Aktives Zuhören
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Erkennen von Konflikten
  • Konfliktfähigkeit
  • Rollenspiele zu Konflikten
  • Vertragsschließung zwischen zwei streitenden Parteien
  • Erweiterung der Sozialkompetenz
  • Arbeiten im Team und Gruppendynamik
  • Übernahme von Verantwortung

170707 DLZ Unterstützung auf Augenhöhe